Operationen bei Prostatakrebs

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Prostatakrebs wächst häufig sehr langsam. Bei einigen Männern verursacht er keine oder erst spät Beschwerden. Statistisch gesehen sterben ab einem Alter von 65 mehr Männer mit dem Krebs als an dem Krebs. Das liegt an weiteren Erkrankungen, wie z.B. Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, und dem natürlichen Alterungsprozess. Bei Männern unter 65 Jahren erhöht eine Operation die Wahrscheinlichkeit, den Krebs zu überleben.

Die Prostata ist etwa kastaniengroß und liegt im Becken unterhalb der Blase. Sie grenzt an der Rückseite an den Mastdarm. Die Prostata kann im After durch die Darmwand ertastet werden und umschließt einen Teil der Harnröhre.

Eine Operation ist die häufigste Behandlung bei Prostatakrebs. Ihr Ziel ist die Heilung. Sie wird dann eingesetzt, wenn Prostatakrebs örtlich begrenzt ist und voraussichtlich alle Krebszellen mit einem Sicherheitsabstand operativ entfernt werden können. Bei der Operation wird die Prostata immer vollständig entfernt. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß der Tumor ist. Bei dem Eingriff werden zusätzlich die Samenblasen und die Endstücke der Samenleiter entfernt. Es wird auch der Teil der Harnröhre mit entfernt, der von der Prostata umschlossen wird. Die 2 verbleibenden Enden der Harnröhre müssen anschließend wieder zusammengenäht werden. Hierbei kann es zu einer Verkürzung des Penis kommen. Bei ca. 2/3 der Operierten ist diese vorübergehend. Bei 1/3 der Operierten bleibt eine Verkürzung bestehen.

Bei Prostatakrebs gibt es drei mögliche Verfahren, um die Prostata zu entfernen. Diese Verfahren werden in unserem nächsten Blogbeitrag vorgestellt.

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