Bildgebende Diagnostik bei Krebs

Foto von Harlie Raethel auf unsplash

Bildgebende Verfahren spielen eine zentrale Rolle bei der Diagnose und Therapieplanung von Krebs. Diese Verfahren liefern Bilder von Geweben, Organen, Knochen und Prozessen im Körper. Die verschiedenen bildgebenden Verfahren beruhen auf unterschiedlichen physikalischen Prinzipien und können jeweils nur bestimmte Strukturen darstellen. Welches bildgebende Verfahren im individuellen Fall genutzt wird, hängt deshalb von der Krebsart ab.

Radiologen sind Fachärzte für bildgebende Verfahren. Sie nutzen Ultraschallwellen, Röntgenstrahlen, Magnetfelder und Radiowellen, um Bilder zu erzeugen. Zu den bildgebenden Verfahren zählen die Ultraschalluntersuchung (Sonographie), die Magnetresonanztomographie (MRT) und verschiedene Methoden mit Röntgenstrahlen, wie Röntgen, Computertomographie (CT) und Mammographie.

Nuklearmediziner sind Fachärzte für den Einsatz von Radionukliden. Zu den bildgebenden Verfahren in der Nuklearmedizin gehören die Positronenemissionstomographie (PET) und die Szintigraphie. Bei diesen Verfahren werden durch die Anreicherung und Ausscheidung eines mit Radionukliden markierten Stoffes vor allem Stoffwechselprozesse im Körper abgebildet.

Die Verfahren der Radiologie und Nuklearmedizin können auch kombiniert werden. Dabei werden beispielsweise die Bilder einer Positronenemissionstomographie (PET) mit den Bildern einer Computertomographie (CT) oder einer Magnetresonanztomographie (MRT) zusammengefügt. Diese Untersuchungen können gleichzeitig in einer Sitzung stattfinden, oder nacheinander. Das CT und das MRT liefern ein genaues Abbild der Organe und das PET bildet die Bereiche der größten Aktivität ab. Beide Untersuchungen ergänzen sich also in ihrer Aussagekraft.

Manchmal wird bei bildgebenden Verfahren auch ein Kontrastmittel verabreicht. So wird die Darstellung bestimmter Strukturen und Funktionen des Körpers verbessert. Kontrastmittel werden z.B. eingesetzt, um den Magen-Darm-Trakt darzustellen.

In unseren nächsten Beiträgen werden die Verfahren Ultraschall, Röntgendiagnostik, MRT, PET und ihre jeweilige Funktionsweise vorgestellt.

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