Körperliche Untersuchung bei Krebs

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Neben der Anamnese ist die körperliche Untersuchung die Grundlage für weitere Untersuchungen im Rahmen der Diagnostik bei Krebs. Damit sollen der körperliche Allgemeinzustand sowie Vor- oder Begleiterkrankungen erfasst werden. Die körperliche Untersuchung wird in der Regel ohne wesentliche technische Hilfsmittel durchgeführt.

Folgende klassische Techniken werden genutzt:

  • Betrachten, z.B. von Hautveränderungen, dabei kann auch ein Auflichtmikroskop zur Vergrößerung genutzt werden
  • Abtasten, z.B. von Lymphknoten und bestimmten Organen
  • Abhören mit einem Stethoskop
  • Abklopfen
  • Funktionsprüfung, z.B. von Muskeln, Gelenken oder auch Nerven

Tastuntersuchungen bestimmter Organe werden zur Diagnostik und auch in der Vorsorge angewendet. Werden Veränderungen ertastet, kann eine Gewebeprobe entnommen und im Labor untersucht werden.  Zu den Tastuntersuchungen gehören:

Abtasten des Enddarms

Die Tastuntersuchung des Enddarmes wird medizinisch als digital-rektale Untersuchung (DRU) bezeichnet. Mit der DRU können Veränderungen des Enddarmes ertastet werden. Darüber hinaus können auch angrenzende Organe abgetastet werden, z.B. die Prostata oder die inneren weiblichen Geschlechtsorgane.

Abtasten der Brust

Knoten ab einer Größe von 0,5 cm bis 1 cm können in der Brust ertastet werden. Bei einem Knoten kann es sich um harmlose oder um bösartige Veränderungen handeln. Erst die weitere Diagnostik kann einen Verdacht bestätigen oder widerlegen.

Abtasten der Prostata

Die Prostata kann durch die Vorderwand des Enddarms getastet werden. Unebenheiten oder Vergrößerungen können so erkannt werden.

Abtasten der Hoden

Mit dem Abtasten der Hoden soll Hodenkrebs erkannt werden. Hodenkrebs unterscheidet sich häufig in seiner Struktur und Festigkeit von gesundem Gewebe. Auch Veränderungen des Samenstranges können auf diese Art untersucht werden.

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