Mammographie – Röntgenuntersuchung der Brust

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Mit einer Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) können Gewebeverdichtungen und Kalkablagerungen im Brustgewebe erkannt werden. Die Mammographie wird sowohl als Früherkennungsuntersuchung als auch in der Diagnostik von Brustkrebs eingesetzt.

Bei der Untersuchung werden jeweils zwei Aufnahmen von jeder Brust gemacht. Dadurch wird die Aussagekraft erhöht. Die Brust wird dafür einmal von oben und einmal vom Brustbein nach außen geröntgt. Während der Aufnahmen ist es nötig, die Brust zwischen zwei Glasscheiben flach zu drücken. Dies ist notwendig, um ein aussagekräftiges Bild der Brust zu erhalten.

Wie jede Röntgenuntersuchung geht auch die Mammographie mit einer Strahlenbelastung einher. Deshalb werden Nutzen und Risiken sorgfältig abgewogen und mit der Patientin besprochen.

In Deutschland ist die Mammographie als Früherkennungsuntersuchung von Brustkrebs bekannt. Diese Untersuchung hilft Brustkrebs möglichst früh zu erkennen und damit die Chancen auf eine Heilung zu verbessern. Frauen ab 50 Jahren werden zum Mammographie-Screening eingeladen. Das Screening kann alle 2 Jahre bis zum Alter von 69 Jahren in Anspruch genommen werden.

Studien haben gezeigt, dass Frauen dieser Altersspanne den größten Nutzen vom Mammographie-Screening haben. Denn zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr treten 75 von 100 Brustkrebserkrankungen auf. Bei Frauen unter 50 Jahren lässt sich das Brustgewebe weniger gut beurteilen, da das Drüsengewebe noch dichter ist und die Erkrankung in diesem Alter seltener auftritt. Bei Frauen über 70 nimmt das Risiko ab, an Brustkrebs zu versterben.

Weitere Informationen können auf der Informationsseite des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)  oder in der Broschüre des Gemeinsamen Bundesausschusses  nachgelesen werden.

Die Mammographie wird auch als Verfahren in der Diagnostik von Brustkrebs eingesetzt, wenn z.B. ein auffälliger Knoten ertastet wurde. Einige Formen von Brustkrebs lassen sich mit anderen bildgebenden Verfahren besser darstellen. Deshalb kann es sein, dass zusätzlich andere Verfahren eingesetzt werden, wie z.B. der Ultraschall.

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