PET – Positronenemissionstomographie in der Krebsdiagnostik

Foto von Michal Jarmoluk auf Pixaby

Die Positronenemissionstomographie (PET) ist ein Verfahren der Nuklearmedizin. Dabei werden Radionuklide verwendet, um Organe bzw. Gewebe sichtbar zu machen. Radionuklide sind radioaktive Teilchen, die an Trägerstoffe gebunden sind. Sie können sich in bestimmten Organen und Geweben des Körpers ansammeln. Die Strahlung, die von den Radionukliden ausgeht, wird von außen gemessen.

Die Strahlenbelastung ist bei einer PET sehr gering und hängt von der Dosierung der Radionuklide ab. Die radioaktiv angereicherten Teilchen zerfallen sehr schnell und werden vom Körper in kurzer Zeit wieder ausgeschieden.

Für eine PET werden die Radionuklide häufig an Traubenzucker gebunden. Durch eine Inhalation oder Injektion in eine Vene werden sie in den Köper eingebracht. Über den Stoffwechsel verteilen sie sich im gesamten Körper. Bereiche, die einen hohen Bedarf an Energie und damit an Zucker haben, reichern den Traubenzucker und die radioaktiven Teilchen stärker an. In Geweben mit einem langsamen Stoffwechsel reichern sich nur wenige der Teilchen an. Krebszellen haben in der Regel einen aktiven Stoffwechsel und sammeln deshalb viele der radioaktiven Teilchen an.

Etwa eine Stunde nach der Einnahme haben sich die Teilchen im Körper verteilt und die eigentliche Untersuchung beginnt. Die beim Zerfall der Radionuklide frei werdende Strahlung wird von außen mit einem speziellen Detektor gemessen. Im Anschluss wird durch ein Computerprogramm die Verteilung der Strahlung ausgewertet und in ein Bild umgewandelt. Gewebe und Organe mit hoher Stoffwechselaktivität erscheinen hell.

Da eine PET nur aufzeichnet wie hoch die Stoffwechselaktivität ist, wird sie häufig mit einer Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) kombiniert. Die CT bzw. MRT liefert dabei eine Abbildung des Köpers, wie eine Art Landkarte. Das Bild der PET fügt dann hinzu, wo in dieser Landkarte der Stoffwechsel am höchsten ist.

Mit einer PET allein kann die Diagnose Krebs nie ganz sicher gestellt werden. Das liegt daran, dass auch andere Vorgänge im Körper die Stoffwechselaktivität erhöhen oder verringern können. So zeigen beispielsweise Gewebe oder Organe, die entzündet sind auch eine erhöhte Stoffwechselaktivität und erscheinen heller auf dem Bild der PET. Andere Gewebe z.B. Narben, aber  auch durch Bindegewebe verkapselte Tumore oder Tumore mit Kalkeinlagerungen, erscheinen weniger aktiv, also dunkler auf dem Bild der PET. Deshalb ergeben erst alle Ergebnisse aus den verschiedenen diagnostischen Untersuchungen zusammen die endgültige Diagnose und das entsprechende Tumorstadium.

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