Tumorkonferenz

Foto von Luis Melendez auf unsplash

In einer Tumorkonferenz oder einem Tumorboard treffen sich Ärzte und Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen, das sind zum Beispiel Chirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten oder Psychoonkologen. Gemeinsam diskutieren die Experten, welche Behandlungsmöglichkeiten bei einem Patienten möglich sind. Hierbei wird auch besprochen, welche Vor- und Nachteile mit den möglichen Behandlungen verbunden sind, ob diese Behandlungsmöglichkeiten gleichwertig sind oder welcher Behandlung aus Sicht der Experten der Vorzug gegeben werden sollte.

Ob es verschiedene gleichwertige Behandlungen oder eine besonders empfehlenswerte Behandlung gibt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. So ist beispielsweise Brustkrebs nicht gleich Brustkrebs, sondern je nach individueller Ausgangslage können verschiedene Behandlungsabläufe empfohlen werden.

Zuvor werden alle Befunde aus den Untersuchungen der Diagnostik zusammengetragen. Dazu gehören u.a. das Stadium und die Bösartigkeit des Krebses, alle Laborwerte sowie Informationen über Vorerkrankungen und eingenommene Medikamente. Darüber hinaus werden in einer Tumorkonferenz auch weitere Aspekte berücksichtigt, z.B. das Alter des Patienten und der körperliche Allgemeinzustand.

Nach der Tumorkonferenz werden dem Patienten die besprochenen Behandlungsmöglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen in einem Aufklärungsgespräch vorgestellt.

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