Operationen bei Brustkrebs

Foto von Sarah Cervantes auf unsplash

Die Brust kann eine große Bedeutung für das Selbstbild einer Frau haben. Die Befürchtung, dass sich die Form und die Sensibilität der Brüste durch eine Operation verändern könnte oder eine Brust ganz entfernt werden muss, beschäftigt viele betroffene Frauen.

Eine allgemeine Aussage, wie sich die Brüste durch eine Operation bei Brustkrebs verändern werden und wie die Veränderungen erlebt werden, kann nicht getroffen werden. Wir wollen die beiden Hauptformen einer Operation bei Brustkrebs vorstellen.

Brustkrebs kann brusterhaltend oder per Brustentfernung operiert werden. Eine Brustoperation erfolgt unter Vollnarkose. Während der Operation werden der Tumor mit einem Sicherheitsabstand und u.U. Lymphknoten entnommen. Wie viel Gewebe und wie viele Lymphknoten entnommen werden, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Nach der Operation werden der Tumor, angrenzendes Gewebe und Lymphknoten im Labor untersucht.

Brusterhaltende Operation

Heutzutage können viele Frauen brusterhaltend operiert werden. Dabei können die Brust oder große Teile der Brust erhalten bleiben. Die Voraussetzung dafür ist, dass der Tumor im Verhältnis zur  Brust klein und gut begrenzt ist. Ob eine brusterhaltende Operation möglich ist, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Der Arzt plant die Operation so, dass der Tumor vollständig entfernt werden kann und die Narben möglichst unauffällig verlaufen.

Es werden drei Varianten brusterhaltender Operationen unterschieden. Bei einer Tumorresektion wird der Tumor mit einem Sicherheitsabstand entfernt. Bei einer Segmentresektion werden ein oder mehrere Milchgänge und das dazugehörige Drüsengewebe komplett entfernt. Bei einer Quadrantenresektion werden alle Milchgänge und Drüsenlappen in einem Viertel (Quadrant) der Brust entfernt.

Nach einer brusterhaltenden Operation folgt eine Strahlentherapie,  um eventuell verbliebene Krebszellen abzutöten.

Mastektomie – Brustentfernung

In einigen Fällen ist es nicht möglich oder erwünscht, brusterhaltend zu operieren. Eine Mastektomie wird durchgeführt, wenn der Tumor  im Verhältnis zur Brust groß ist, mehrere Tumore vorliegen, es sich um einen entzündlichen (inflammatorischem) Brustkrebs handelt oder wenn die Haut der Brust betroffen ist. Manche Frauen fühlen sich sicherer, wenn die befallene Brust vollständig entfernt wird und äußern von sich aus den Wunsch nach einer Mastektomie.

Nach einer Brustentfernung muss keine Strahlentherapie durchgeführt werden. Deshalb wird eine Brustentfernung auch dann eingesetzt, wenn aus medizinischen Gründen keine nachfolgende Strahlentherapie möglich ist. Das ist zum Beispiel bei einem Rezidiv in einer Brust der Fall, die schon einmal brusterhaltend operiert und danach bestrahlt wurde.

In unserem nächsten Beitrag informieren wir über Operationen bei Prostatakrebs.

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