MRT – Magnetresonanztomographie in der Krebsdiagnostik

Foto von Michal Jarmoluk auf Pixaby

Eine Magnetresonanztomographie (MRT) wird manchmal auch als Kernspintomographie bezeichnet. Sie beruht auf Magnetfeldern und nicht auf  Röntgenstrahlen und kommt daher im Vergleich zu vielen anderen bildgebenden Verfahren ohne eine Strahlenbelastung aus.

Mit Hilfe der Magnetfelder werden viele 2-dimensionale Bilder vom Querschnitt des Körpers bzw. Körperteils erstellt. Die Bilder werden mithilfe eines Computerprogramms zusammengefügt. Der Arzt erhält so ein dreidimensionales Bild des Körpers und der inneren Organe.

Die physikalischen Vorgänge hierbei können etwa so beschrieben werden: Materie und auch Gewebe besteht aus Atomen. Atomkerne drehen sich nach bestimmten physikalischen Gesetzmäßigkeiten um ihre eigene Achse. Daher rührt auch der Name Kernspintomographie. Kern steht für die Atomkerne und Spin ist der englische Begriff für die Eigendrehung der Kerne.

Bei einer MRT wird von außen ein starkes magnetisches Feld angelegt, so dass sich die Atome an diesem Feld ausrichten. Dann wird ein Impuls gegeben, der die ausgerichteten Atomkerne aus der vorgegebenen Richtung bringt. Nach dem Impuls kehren die Kerne in ihre Ausgangslage zurück. Dieser Vorgang wird von speziellen Antennen gemessen. Sie empfangen das Signal und senden es an einen Computer. Dieser verarbeitet das Signal zu einem Bild.

Für die Untersuchung liegt der Patient auf einer Liege. Die Liege wird in eine Röhre geschoben. In der Röhre wird das magnetische Feld aufgebaut und der Impuls zum Auslenken der Atomkerne ausgesendet. Weder das magnetische Feld, noch der Impuls sind mit unseren menschlichen Sinnen wahrnehmbar. Die Untersuchung in der Röhre ist jedoch mit lauten Geräuschen verbunden. Diese entstehen durch die technischen Prozesse, die das Magnetfeld und die Impulse erzeugen.

Ein Kontrastmittel kann zur besseren Darstellung einzelner Organe oder Gewebe führen. Nebenwirkungen einer Kontrastmittelgabe können Hautrötung, Übelkeit und Hitzegefühl sein. Allergische Reaktionen treten nur selten auf. Insgesamt sind Nebenwirkungen bei einer Kontrastmittelgabe selten. Menschen mit einer eingeschränkten Nierenfunktion erhalten in der Regel kein Kontrastmittel.

Wegen des starken Magnetfeldes darf bei einer MRT kein eisenhaltiges Material im Körper sein. Dies betrifft z.B. Menschen mit einem Herzschrittmacher, Prothesen oder anderen Implantaten. Diese können durch das Magnetfeld beschädigt werden, sich bewegen oder erwärmen. Auch Schmuck muss abgelegt werden. Manche Menschen fühlen sich in der engen Röhre des MRT unwohl oder haben Angst. Für Menschen, die Angst haben, kann die Untersuchung mit Beruhigungsmitteln stattfinden.

In unserem nächsten Beitrag stellen wir die Positronenemissionstomographie (PET) vor.

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