Ernährung bei Krebs

©Foto von Dan Gold auf unsplash

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle im Leben vieler Menschen – und zwar eine Rolle, die über die bloße Zufuhr von Nährstoffen hinausgeht. Gutes Essen ist Genuss, Entspannung, Wohlbefinden und manchmal auch Belohnung. Nicht selten hat Essen auch eine große soziale Komponente, egal ob es das vertraute Familienessen, das erste Date im Restaurant oder gemeinsames Kochen mit Freunden ist.

Für Betroffene mit Krebserkrankungen hat die Ernährung einen weiteren Aspekt: Sie bietet die Möglichkeit, selbst etwas aktiv für die eigene Gesundheit zu tun. Aber was hilft wirklich im Kampf gegen Krebs?
Zahlreiche Studien haben untersucht, welchen Einfluss bestimmte Nahrungsmittel und Wirkstoffe auf Krebszellen haben. Die ernüchternde Antwort ist: Es gibt kein bestimmtes Lebensmittel, das vor Krebs schützt oder die Erkrankung bekämpft. Auch Krebsdiäten haben weder eine direkte Wirkung auf den Krebs, noch verbessern sie Überleben oder Lebensqualität. Es zeigte sich sogar das Gegenteil – Krebsdiäten sind für den Körper und für die Lebensqualität schädlich.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist bislang die beste Möglichkeit, das eigene Krebsrisiko zu minimieren und Wiedererkrankungen vorzubeugen. In mehreren wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass eine gesunde Ernährung den Stoffwechsel anregt und den Heilungsprozess unterstützt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. verweist dabei auf die Vorzüge der mediterranen Kost: Viel frisches Obst und Gemüse, ungesättigte Fettsäuren, Fisch und Meeresfrüchte. Andere tierische Fette und Fertigprodukte werden hingegen nur wenig verzehrt.

Nicht zuletzt gilt jedoch: Essen ist Lebensqualität. Verbinden Sie gesunde Nahrungsmittel mit gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie oder unter Freunden. Auch in einer ausgewogenen Ernährung ist Platz für ein kleines Stück Kuchen, das manchmal ein großes Stück Lebensfreude bedeuten kann.

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