Selbsthilfe bei Krebs

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In Selbsthilfegruppen kommen Menschen zusammen, die ein ähnliches Problem haben und sich gegenseitig unterstützen wollen. Wie für viele Lebensbereiche gibt es auch für Krebspatienten Selbsthilfegruppen. Diese sind eine Ergänzung zu psychoonkologischen Angeboten. An Selbsthilfegruppen nehmen keine Ärzte, Sozialarbeiter oder Therapeuten teil. Es sind Initiativen von Betroffenen für Betroffene. Dadurch fällt es manchen Patienten leichter, über Probleme, Beschwerden oder Ähnliches zu sprechen.

Selbsthilfegruppen können praktische Tipps und Informationen aus eigener Erfahrung vermitteln. Beispielsweise kann man sich hier Tipps holen für den Umgang mit Nebenwirkungen, Narben oder einem Stoma.

Selbsthilfegruppen bieten Patienten damit psychosoziale Unterstützung.

Es kommt vor, dass Fachärzte oder andere Experten zu Selbsthilfegruppen eingeladen werden. Sie halten dann z.B. Vorträge und beantworten Fragen.

Es gibt Selbsthilfegruppen zu verschiedenen Krebserkrankungen, aber auch zu bestimmten Lebenssituationen (z.B. für Eltern, Pflegefamilien, pflegende Angehörige) oder Problemlagen (z.B. bei Beziehungsproblemen). Manche Gruppen sind nur für die Betroffenen selbst, andere beziehen beispielsweise auch Angehörige oder Partner mit ein.

Im Saarland ist die Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfe (KISS) der Ansprechpartner bei der Suche nach einer geeigneten Selbsthilfegruppe in der Region.

Selbsthilfe ist auch überregional organisiert. Besonders bei seltenen Krebserkrankungen ist es schwer, eine Gruppe in der Nähe zu finden. Einige Selbsthilfeverbände bieten deshalb online Kontaktmöglichkeiten zu anderen Betroffenen an. So gibt es z.B. von der Frauenselbsthilfe nach Krebs ein moderiertes Onlineforum, das Betroffenen mit unterschiedlichen Krebsarten und Angehörigen offen steht. Eine weitere Möglichkeit sich online auszutauschen, ist z.B. die Online-Selbsthilfegruppe der Netzwerkstattkrebs.

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